
doppelzunge - Im Spannungsfeld von Mundart & Hochdeutsch
Ausstellung und Veranstaltungszyklus zum 250. Geburtstag von Johann Peter Hebel
7. Mai 2010 bis 27. März 2011
Flyer
Angebote Bildung und Vermittlung

Der Vater der alemannischen Mundartdichtung, Johann Peter Hebel, feiert 2010 seinen 250. Geburtstag. Hebel ist auch für seine hochdeutschen Kalendergeschichten bekannt und gilt deshalb literarisch als erster souveräner Beherrscher der «doppelten Muttersprache» in unserer Region. Aus diesem Anlass nähert sich das DISTL Dichter- und Stadtmuseum Liestal dieser doppelten Muttersprache in einer Sonderausstellung auf sinnliche, lustvolle Art. Auf gesellschaftspolitischer Ebene ist in der Deutschschweiz – einmal mehr – von einer Mundartwelle die Rede. Im Gegenzug soll schon im Kindergarten konsequent hochdeutsch gesprochen werden. Die Reibungen und Spannungen zwischen den beiden Systemen unserer Sprache werden im Rahmen der Ausstellung und eines begleitenden Veranstaltungszyklus genutzt, um über die Begegnung mit Menschen und Texten das Thema von ganz verschiedenen Seiten zu beleuchten und zu vertiefen und einen Einblick in die pulsierende regionale Mundartliteratur und in verwandte Sparten wie Kabarett und Chanson zu ermöglichen.
Üürbsi, Bütschgi – oder Murmutz?! Machen Sie mit bei unserem Mundart-Wettbewerb! Ausstellung und Veranstaltungsreihe wollen ein Bewusstsein schaffen für die eigene Sprache und die Vielfalt des alemannischen Sprachraums, unabhängig von nationalen Grenzen. Die Besucherinnen und Besucher sollen dazu angeregt werden, sich spielerisch und experimentell mit der Sprache zu beschäftigen. Der Fokus liegt auf allen Deutschschweizer Dialekten und speziell auf dem Dreiländereck: Nordwestschweiz – Elsass – Südbaden. Ein besonderes Augenmerk wird auf den Einbezug der Gegenwartssprache gerichtet. In die Ausstellung integriert sind Illustrationen zu einem modernen Hebelkalender, die zeigen, wie sich junge Menschen heute kreativ mit Hebel auseinandersetzen.